NSU KONSUL

Internationales NSU-Konsul-Treffen 2007 in Gunderath/Eifel

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(Text von Christoph Missy)
Fernab der aktuellen Diskussion um Feinstaub und Klimawandel, die uns aber über kurz oder lang einholen wird, trafen sich über Pfingsten ca. 40 NSU-Konsul Fahrer (die sog. „Konsulanten“) mit meist weiblicher Begleitung (also den „Konsul-Tanten“) im beschaulichen Eifel-Örtchen Gunderath zu ihrem jährlichen zwanglosen Erfahrungsaustausch. Bereits freitags reisten die ersten „Frühbucher“ an und erfüllten die einsame Gegend mit den sonoren Klängen der alten Dampfhämmer.
Die Organisation einschließlich Quartierzuweisung hatten die Eifeler-NSU-Freunde unter Federführung von Jupp Schneider und Stefan Bauer mit einer Vielzahl an Helfern übernommen. Und man merkte an vielen Details, dass sie sowas nicht zum ersten Mal gemacht hatten.
Herausragend wieder die Leistung unserer österreichischen Freunde (deshalb auch der Titel „Internationales Treffen“!) Max Oberbauer und Franz Huber, die die 700 km (!) lange Anreise (und natürlich auch die Rückreise) auf eigener Achse bewältigten, davon die letzten 500 km in Begleitung der Beckenbauers, Herbert auf der Konsul und Brigitte auf ihrer BMW R 75/5, die ebenfalls ihrer Tradition treu blieben („Was früher ging, geht heute auch noch…“). Übrigens fuhren sie nach diesem Treffen in Urlaub nach Südtirol und von dort nach Korsika, selbstredend mit den beiden o.g. Fahrzeugen (Ich glaube, die Motoren sind übers Jahr gesehen länger warm als kalt).
Die geradezu magnetische Wirkung des nur 20 km entfernten Nürburgrings  war fast körperlich zu spüren und animierte gleich vier Konsulanten, dieser geschichtsträchtigen Rennstrecke einen Besuch abzustatten, für Horst Heiler war es gar eine Premiere, während es für den Schreiber dieser Zeilen ein dieses Mal noch emotionalerer Moment war als bei sonstigen Besuchen, da er 1971 bis 1973 mit der gleichen Konsul an den damals am Ring stattfindenden berühmten Elefantententreffen (in Eis und Schnee!) teilgenommen hatte. Unvergesslich die nächtlichen Fahrten mit den Fackeln um die Nordschleife zum Gedenken an die die verunglückten Motorradfahrer! Und für die Maschine war es offensichtlich ebenfalls ein bewegendes Erlebnis, denn als wir in das als einziges historisches Relikt verbliebene alte Fahrerlager einbogen, drückte sie vor Rührung zwei Tropfen Öl ab.
 Auch Erich Krinkes Bobber muss kurzzeitig Hochspannung verspürt haben, denn als wir zur Rückfahrt aufbrechen wollten, war kein Strom mehr da für den Zündfunken. Aber Erich erkannte sofort die Fehlerquelle und nach wenigen Handgriffen nahm sein gelber Bobber wieder die Arbeit im 4Taktrythmus auf. Die Eifel machte auch gleich ihrem berühmt-berüchtigten Ruf als Wetterhexe alle Ehre, denn als wir zur Rückfahrt starteten, gab es einen kleinen Regenguss mit auf den Heimweg. Am nächsten Tag wurden wir dann quasi als Wiedergutmachung mit einem Sommertag vom Feinsten beglückt, was ja bekanntlich für den Temperatur-haushalt unserer empfindlichen Konsulköpfe nicht das beste Klima ist, denn bei der Ausfahrt nach dem traumhaft schönen Städtchen Monreal waren einige Berge zu bewältigen. Aber es ging alles gut und so war kein technischer (oder personeller) Ausfall zu vermelden. Sehenswert ist dieses Monreal auf jeden Fall, man glaubt, es sei einem Märklin-Baukasten entsprungen.
 Wer der Meinung war, es gäbe nur den Eiffel-Turm in Paris, der wurde auf dem Weg zurück nach Gunderath eines Besseren belehrt: Wir legten eine Rast ein an einem Aussichtspunkt in der Nähe des Ortes Boos und konnten von dem 25 m hohen Aussichtsturm, eben dem 2. Eifel-Turm, dank einer glasklaren Sicht einen herrlichen Rundblick über die wundervoll geschwungene Eifellandschaft genießen bis hin zum Mittelpunkt der Region, der Nürburg, mit dem sie umrundenden gleichnamigen Ring, von dem die wuchtigen Tribünen zu erkennen waren
Am Sonntag wurde dann die große Ausfahrt in Angriff genommen, die sich über 140 km erstreckte und uns durch eine für Motorradtouren geradezu paradiesische Gegend führte: Es waren nämlich gerade mal 2 Ampeln (in Gerolstein) zu überqueren, ansonsten nur Kurven, Berge, Täler, einsame Wälder mit noch einsameren Gehöften, gepflegte Dörfer, eben Eifel pur. Man konnte die Tour völlig entspannt angehen, denn als quasi „technischer Schutzengel“ nahm kein Geringerer als der NSU-Papst Wolfgang Schneider an der Fahrt teil. Getrübt wurde die Tour lediglich durch einen etwa einstündigen Regenguss mit böigen Winden - auch Eifel-live - sowie durch einen (zum Glück harmlosen) Sturz unseres Freundes aus dem Münsterland, der – die gute Nachricht – unverletzt blieb, aber – die schlechte Nachricht – die Lampe…..
Zur Eifel gehört auch, dass man sich mit deren vulkanischen Vergangenheit beschäftigt, deren Auswirkungen man heute noch bewundern kann. Der Fremdenverkehrsverband hat eine Vulkanstraße kreiert, die zu spektakulären Relikten führt, aber auch zu noch aktiven Phänomenen vulkanischer Tätigkeit, so u.a. ist in Strohn die sog. Lavabombe, ein eiförmiger ca. 120 to schwerer Felsbrocken aus einem Vulkankrater und in Wallenborn eine sprudelnde Quelle zu besichtigen, die in einem festen zeitlichen Rhythmus fontänenartige Wassersäulen ausspuckt.
Höhepunkt der Ausfahrt war zweifellos der Stopp in Daun, wo wir unsere Konsuls parademäßig vor dem dortigen Kino aufstellten. Hier war die ideale Kulisse für eine Vorführung der Fahrkünste von Peter Held, der in seinem Seitenwagen den Besitzer des Kinos im wahrsten Sinne des Wortes „hochleben“ ließ, d.h. also das Seitenwagenrad „lupfte“, wie es die Bayern auszudrücken pflegen.
Nach der Stärkung mit Kaffee und Kuchen (die Auswahl bzw. Bestellung erfolgte mittels einer eigens anlässlich des Konsul Treffens entworfenen Kuchenkarte!) konnten wir im Kino den Fernsehfilm des SWR bestaunen, der aus Anlass der 50jährigen Wiederkehr des absoluten Motorradweltrekords von Wilhelm Herz entstanden war.
Sein Sohn, Heinz Herz, hat sich seinen Lebenstraum verwirklicht und in einer privaten Initiative unter großen persönlichen Opfern das damalige Rekordfahrzeug, den NSU Delphin III, quasi aus dem Nichts neu erstehen lassen. Aber nicht nur das, zum Jahrestag hat er auf dem Salzsee in Utah/USA die Rekordfahrt nachgestellt, zwar nicht mit der damaligen Rekordgeschwindigkeit von 339 km/h, aber immerhin mit fast 200 km/h.
Ein Vorgang, der nicht nur bei den für Historie empfindsamen Amerikanern höchsten Respekt vor der damaligen Leistung von Wilhelm Herz und NSU  erzeugte (erstmals fuhr ein Motorrad über 200 Meilen), sondern heute auch seinem Sohn Heinz. Man kann sich auch angesichts dieses Projekts die Frage stellen, was hätte Heinz Herz gemacht, wenn sein Vater Wernher von Braun geheißen hätte? Aber Spaß beiseite, man muss vor Heinz Herz den Hut ziehen, er hat als Privatmann einen technischen Meilenstein (wieder) erschaffen und sich damit in der großen NSU-Tradition einen würdigen Platz gesichert. Leider muss man feststellen, dass man seitens der Offiziellen von Audi der NSU-Motorradtradition nicht (mehr) den ihr gebührenden Stellenwert einräumt. 
Noch beeindruckt, oder soll man sagen bedrückt, von den unwiederbringlich vergangenen ruhmreichen Leistungen von NSU, fuhren wir wieder in unsere Quartiere und gingen dann in der Pizzeria Marx zum gemütlichen Teil über.
Apropos technische Leistungen: zu bestaunen gab es zwei Chopper-Neuschöpfungen, eine von Horst Leopold Soell und die andere von Rudi Vasek, die mit schwäbischer Präzision zwei herrliche Bikes auf die Räder gestellt haben. Oder die Einport-Konsul von Horst Heiler, der die 500er mit Zahnriemen und Trockenkupplung (mit badischer Gründlichkeit) zum Laufen und Halten brachte,  die Krämerschen Schöpfungen sowieso, aber auch dem Einport-Motor mit durchgehenden Zugankern, von unserem österreichischem Spezel Franz Huber, gebührt besondere Erwähnung.
 Ein ganz großes Lob muss man den Organisatoren dieser Fahrt machen, denn sie hatten eine Eskorte auf die Räder gestellt, die - wie Schäferhunde um eine Herde kreisend - es schaffte, dass unsere Kolonne auf diesen langen Stecken nicht ein einziges  Mal unterbrochen wurde.
Jetzt  bleibt uns nur noch der von Jupp Schneider gedrehte Film, welcher - wie ein Stuntman im Seitenwagen von Peter Held hängend - die gesamte Fahrt filmte. Und natürlich die Vorfreude auf das Treffen nächstes Jahr bei Familie Blume in Reinhardshagen, also ziemlich im Norden. 
Christoph Missy

Informatives zum Konsultreffen 2007
von Inge Vasek
Überregionales Zusammentreffen der NSU-Konsul-Gemeinde, Ausfahrt quer durch die Eifel, auf den Wegen der Vulkane
26.05.-28.05.2007 NSU-Konsultreffen in Gunderath (Clublokal)
Schirmherren: Wolfgang Schneider, Nico Wagner, Peter Held und Christoph Missy
Eifel:
Die Eifel ist ein Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Das wellige, waldreiche Mittelgebirge erreicht in der Hohen Acht (746 m ü.d.M.) seinen höchsten Punkt.  Teile der Eifel sind durch den Vulkanismus geprägt. Die Lavakuppen erloschener Vulkane bestimmen noch heute das Landschaftsbild, besonders um den Nürburgring sowie bei Daun und Manderscheid. Vulkanischen Ursprungs sind auch die für die Eifel charakteristischen Maare, meist mit kleinen Seen angefüllte Vulkankrater.
Auch ein besonderes Naturschauspiel bietet der „Brubbel“ in Wallenborn. Es ist ein Kaltwasser-Geysir, der regelmäßig alle 40 Minuten eine ca. 2 Meter hohe Fontäne aufsteigen lässt. Ein aus dem Untergrund aufsteigendes Kohlendioxidgas spielt dabei die entscheidende Rolle. Das aufsteigende Kohlendioxid wird vom Wasser solange aufgenommen, bis ein kritischer Gehalt erreicht wird. Dann bilden sich Gasblasen die aufsteigen und das Wasser zum Aufwallen bringen. Es ist ein regelmäßiger Vorgang.
Die Eifel wurde frühzeitig besiedelt, und zwar besonders die zentrale Kalkeifel mit ihren relativ fruchtbaren Böden.
Ortsnamen, die auf –ich enden, gehen auf uralte keltische Gründungen der Eisenzeit zurück. Die Römer siedelten vor allem in den Radgebieten der Eifel und versuchten, z.B. von Trier und Köln aus, die Stämme der Waldgebirge zu beherrschen.
Siedlungen in der Kalkeifel  gründeten wieder die Franken im frühen Mittelalter; ihre Dörfer enden auf –heim.
Erst später rodete man Wälder auf den unfruchtbaren Böden der Schiefer und Grauwacken. Es entstanden Siedlungen mit den Endsilben –rath oder –scheid.
Später nahm der Mensch die Hochmoorlandschaften des Hohen Venns in seinen Besitz. Diese Hochmoore (Venn ist ein anders Wort für Fehn = Hochmoor) ähnelten  denen auf den Britischen Inseln, und es ist kein Zufall, dass das Schottische Moorschneehuhn hier sein einziges Vorkommen auf dem Kontinent hat.
Auf den im Großen und Ganzen unfruchtbaren Böden der Eifel und des Hohen Venns war immer nur eine sehr ärmliche Landwirtschaft möglich. Schafhaltung spielte eine große Rolle, Wolle wurde und wird auch heute noch vor allem in Aachen gehandelt und verarbeitet.
Vulkaneifel:
Die Vulkaneifel trägt den Titel Europäischer Geopark und ist von der Weltorganisation UNESCO anerkannt.
Die Vulkaneifel ist das klassische Gebiet der Maare. In der Nähe von Daun liegt das weltweit eindrucksvollste Beispiel für diese Art von Vulkanen. Die Gruppe der „Dauner Maare“ besteht aus mehreren Maartrichtern, von denen das Gemündener, Weinfelder und das Schalkenmehrener Maar bis heute einen Maarsee enthalten.
Hoch über dem Gemündener Maar kann man von dem Aussichtsturm „Adolf-Dronke-Turm“ der 10,5 Meter hoch ist, auf der Plattform über das Gemündener Maar sehen. Man befindet sich 166,5 Meter über dem Gemündener Maar.
Bis vor 10.000 Jahren rauchten hier noch die Vulkane und zuletzt entstand das Ulmener Maar – Deutschlands jüngster Vulkan. Der Vulkanismus ist noch nicht erloschen, er hat nur eine Ruhepause eingelegt und wartet geduldig auf den nächsten Ausbruch.
Am Samstag, den 26.05.2007 kleine Rundfahrt durch die Eifel nach Monreal und zum Booser Eifelturm mit Blick auf das Booser Doppelmaar
Pünktlich um 14.00  Uhr starteten wir die kleine Rundfahrt bei schwül warmen Wetter, knappe  30 Grad Hitze mit unseren NSU- Zweirad Oldtimer durch die Eifel.
Jupp, der sich sehr viel Mühe machte, filmte vom Konsul-Gespann aus in waghalsiger Art und  Weise die Ausfahrt.
Die erste Etappen-Fahrt von 15 KM ging von Gunderath aus nach Uersfeld, Lirstal, Oberelz nach Monreal, wo wir einen einstündigen Aufenthalt hatten.
Monreal:
Das malerisch gelegene Fachwerkstädtchen Monreal mit seinen Denkmal geschützten Häuschen lädt zum Träumen ein. Das Flüsschen Elz durchfließt die Ortschaft. Da wir hier 1 Stunde Aufenthalt hatten, nutzten wir die Gelegenheit um die Sehenswürdigkeiten anzuschauen.
Löwenburg:
Die Löwenburg schützte mit ihren 25 Meter hohen Bergfried das ehemalige Tuchmacherdorf im Mittelalter.
Löwendenkmal:
Zu den eindrucksvollsten Monrealer Sehenswürdigkeiten gehört das aus dem 15. Jahrhundert stammende Löwendenkmal auf der mittleren Elzbrücke. Es sind vier in Basalt gehauene Löwen.
Pfarrkirche:
Die spätgotische Pfarrkirche wurde in der Mitte des 15. Jahrhunderts neben dem Flüsschen Elz erbaut.
Anschließend ging unsere Ausfahrt – zweite Etappe ca.  15 KM - von Monreal wieder zurück in Richtung Uersfeld, wo wir das Booser Doppelmaar, ein besonderes Naturerlebnis,  vom 25 Meter hohen Eifelturm bestaunen konnten. Dieser bietet einen einmaligen Panoramablick über die Eifel bis in den Westerwald und Hunsrück. Der 25 Meter hohe Eifelturm wurde am 6.Dez. 2003 auf den 557m hohen Schneeberg aufgestellt.
Von hier aus ist der Nürburgring, die Autorennstrecke, die sich um die höchsten Vulkangipfel der Eifel schlingt (Hohe Acht und Nürburg) zu sehen.
Hier hatten wir ebenfalls wieder einen einstündigen Aufenthalt. Ein Gruppenfoto aufgenommen.
Weiter ging es in die 3. Etappe. Die Fahrt ging über 18 KM.
Vom Eifelturm in Richtung Mayen nach Münk und weiter durch kleine idyllisch gelegene Ortschaften zurück nach Gunderath ins Clublokal „Marx“.
Als wir uns alle abends im Clublokal Marx eingefunden hatten, wo wir auch alle bestens versorgt wurden, wurde der Tag durch einen heftigen Gewitterregen abgeschlossen. Gott sei Dank saßen wir alle im Trockenen und auch unsere NSU-Oldtimer waren bestens versorgt. Bei gutem Essen und interessanten Benzingesprächen vergingen die Abendstunden wie im Flug.
So hatte dieser Tag einen schönen Ausklang. 
Am Sonntag, den 27.05.2007 große Konsulausfahrt mit kleinen Überraschungen quer durch die Eifel
Auf den Wegen der Vulkane, Kinobesuch
Man stärkte sich am Sonntagvormittag bis 11.00 Uhr am Frühstückstisch, bevor die große Konsulfahrt quer durch die Eifel vorgenommen wurde.
Pünktlich um 11.00 Uhr fuhren  dann auch die Konsul-Fahrer mit ihren NSU-Konsul Oldtimer los. Das Wetter zeigte sich anfangs nicht von seiner schönsten Seite. Es war trüb und der Himmel war mit Wolken behangen. Pünktlich zum Start setzte auch gleich ein leichter Regen ein, der sich im ersten Drittel der Ausfahrt auch teilweise noch verstärkte.  
Wolfgang teilte die NSU-Konsul-Fahrer in zwei Gruppen ein und fuhr mit uns den dunklen Eifeler Regenwolken entgegen. Was wir einen Tag zuvor schwitzen mussten, so erfolgte die Abkühlung prompt an diesem Tag.  Wolfgang übernahm die so genannten Schnell-Fahrer, die auch glaubten eine höhere PS-Zahl vorweisen zu können. Wie er schon am Vorabend verlauten ließ, führte er uns recht zügig auf die ihm bekannten Feldwege zu unseren Zielen. Wolfgang kennt jeden Feldweg wie seine Westentasche – so seine Aussage – und man höre und staune, einmal fuhr er mit uns in eine kleine Ortschaft rein, umfuhr den Kirchplatz und fuhr auf der anderen Seite wieder aus der Ortschaft raus. So ist Wolfgang, immer für eine Überraschung zu haben.
Die Fahrt führte uns von Gunderath, Uersfeld, Höchstberg, Ulmen, Auderath, Filz, Wollmerath, Demerath, Strotzbüsch, Hontheim, Niederscheidweiler, Mückeln, Sprink nach Strohn zur weltbekannten Lavabombe.
Ulmen:
In Ulmen befindet sich eine Ruine der gleichnamigen Burg, die Ritter Heinrich von Ulmen gehörte. Dieser soll sich an der Plünderung der Hagia Sophia beteiligt und unermessliche Schätze mit in die Eifel gebracht haben.
Strohn:
In der kleinen Eifel-Ortschaft Strohn kann man die weltbekannte Lavabombe begutachten. Die Lavabombe ist ein zweitausend Zentner schwerer Monolith mit einem Durchmesser von 5 Metern, einst entstanden durch einen gewaltigen Vulkanausbruch des Wartgesberg.
Weiter führte die Ausfahrt nach Gillenfeld, Eckfeld, Buchholz, Manderscheid in Richtung Meerfeld, Bleckhausener Mühle, Schutz, Niederstadtfeld, Oberstadtfeld nach Wallenborn zu dem Eifel-Geysir, der von den Wallenborner liebevoll „Brubbel“ genannt wird.
Manderscheid:
Manderscheid ist ein Fremdenverkehrsort und ist 90 Meter über dem Tal der Lieser gelegen. Auf schroffen Schieferfelsen stehen die Oberburg mit dem romanischen Bergfried und die Niederburg, beide gehören heute zu den bekanntesten Wahrzeichen der Eifel. In der Umgebung von Manderscheid wurden mehrfach Grabungen durchgeführt. Der wohl spektakulärste Fund war 1991 ein versteinertes, vollkommen erhaltenes Urpferd, das vor vielleicht 50 Mio. Jahren hier lebte.
Wallenborn zum Kaltwasser Geysir, genannt Brubbel:
Hier war wiederum ein Zwischenstopp von ca. 1 Stunde. Im Cafe zum Brubbel konnte man sich mit einer Tasse Kaffee oder einer Gulaschsuppe aufwärmen. Gestärkt konnte die Fahrt weiter gehen.
Über die Ortschaften Weidenbach, Meisburg, Richtung Mürlenbach, Salm, Büscheich, Gerolstein, Gees, Neroth, Neunkirchen gelangten wir an unseren letzten Zwischenstopp nach Daun.
Hier befinden sich die Dauner Maare
Unsere Eifelfreunde hielten für uns hier eine Überraschung bereit. Im Kino trafen wir uns alle bei Kaffee und Kuchen. Gestärkt und wiederum aufgewärmt wurden wir in den Kinosaal geführt. Hier bekamen wir einen Film über den NSU-Rennfahrer Wilhelm Herz zu sehen.
Wilhelm Herz, deutscher Motorradrennfahrer und Weltrekordhalter, wurde am 18.Jan. 1912 in Lampertheim geboren. Er begann seine Laufbahn 1932 auf DKW, wechselte dann 1939 zu NSU. Mit der „NSU-Delphin“ durchbrach der legendäre Motorradsportler vor 50 Jahren auf den „Bonneville Salt Flats“ in Utah/USA, die Schallmauer von 300 KM/H sowie die 200- Meilengrenze. Das war absoluter Weltrekord für Motorräder.
Vom 03.bis 07.September 2006 hat Heinz Herz zu Ehren seines bereits verstorbenen Vaters eine Demonstrationsfahrt unternommen.
Wir alle waren sehr überrascht und sahen den Film mit großem Interesse an. Lernen kann ja immer wieder was die Renngeschichte angeht.
Anschließend fuhren wir auf dem schnellsten Wege zu unserem Ausgangspunkt Gunderath. Es war spät geworden. Gegen 19.30 Uhr trafen wir bei unserem Vereinslokal Marx ein. Wir waren geschafft. Die Eindrücke, die wir von der Eifel mitbekamen, waren überwältigend. Die NSU-Konsulfahrer kamen alle gesund und munter wieder in Gunderath an. Unserem Herrgott sei Dank.
Nachdem die Fahrzeuge wieder versorgt waren, trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen. Danach  wurden noch verschiedene Ansprachen gehalten und Erinnerungen ausgetauscht. Schade nur, dass Wolfgang so früh die Veranstaltung verlassen musste, aber die Arbeit hat ihn gerufen.
Zum Tagesausklang hat sich Familie Blume aus Reinhardshagen bereit erklärt, das NSU-Konsul-Treffen 2008 auszurichten. Hier ein herzliches Dankeschön und viel Glück bei den Vorbereitungen. Wir alle freuen uns schon sehr darauf.
Montag, den 28.05.2007 ab 12.00 Uhr weinen zum Abschied, Heimreise
Am Montagmorgen war Treff im Clublokal Marx zum Frühstücken. Anschließend war von den Freunden Abschied zu nehmen, die Heimreise war angesagt. Man wünschte sich bis zum Wiedersehen alles Gute.
Der Familie Marx ein Dankeschön für die gute Verpflegung, sie haben uns alle sehr verwöhnt.
Unseren Eifeler-Freunden wünschen wir hier auf diesem Wege nochmals alles Gute und vielen, vielen Dank für die schönen Tage, die wir bei Euch verbringen durften.
INGE VASEK

Zuletzt geändert am: Mar 16 2014 um 4:34 PM

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